Familiendrama - Opfer werden Freitag beerdigt Die Opfer des Familiendramas in Lauda-Königshofen (Main-Tauber-Kreis) sollen am kommenden Freitag beigesetzt werden. Ein 44 Jahre alter Mann hatte am Sonntag zunächst seine 42-jährige Ehefrau sowie die beiden Kinder und anschließend sich selbst erschossen.
Nach Angaben der Polizei hatte der Mann unter Depressionen gelitten und sich in ärztlicher Behandlung befunden. Ob dies ausschlaggebend für das tragische Ereignis war, sei momentan aber noch nicht absehbar. Ein Abschiedsbrief sei nicht gefunden worden. Die Trauerfeier finde am Freitag um 14.00 Uhr in der St. Jakobuskirche statt, sagte Bürgermeister Thomas Maertens. Ersten Ermittlungen zufolge benutzte der Mann zwei Waffen. Seine Familie habe er mit einem von ihm selbst vermutlich illegal schussfähig gemachten Schreckschussrevolver getötet. Sich selbst habe der 44-Jährige mit einem belgischen Militärkarabiner aus dem Zweiten Weltkrieg erschossen, teilte die Polizei weiter mit. Der Mann sei früher Mitglied in einem Schützenverein gewesen und habe eine Waffenbesitzkarte für diese Schusswaffe besessen.
Große Betroffenheit in der Gemeinde
Die Betroffenheit in der Gemeinde ist groß. Vor dem Einfamilienhaus wurden Blumen abgelegt und Kerzen aufgestellt. In den Schulen, die die beiden getöteten Kinder im Alter von neun und 15 Jahren besuchten, haben am Montagmorgen Seelsorger und Psychologen die Mitschüler betreut.
Bekannte fand die Leichen
Nach Angaben eines Polizeisprechers hatte eine Bekannte der Ehefrau noch kurz vor der Tat mit der 42-Jährigen telefoniert und wollte sie besuchen. Als sie kurze Zeit später dort eintraf und die Wohnung durch die offene Haustür betrat, fand sie die Leichen.
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